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FUN-CUP Zillertal 2009

Fliegen, Grillen, Schlafen
damit kann man den DHV-Jugend Fun Cup kurz zusammenfassen.

Die DHV-Jugend hatte dazu nach Mayrhofen im Zillertal geladen. 2 Drachen-, 15 Gleitschirmpiloten 4 -pilotinnen und ein paar Fußgänger trafen die richtige Entscheidung und kamen. Sie alle erwarteten einige fliegbare Tage. Von den insgesamt 8 Tagen musste lediglich an einem komplett aufs Fliegen verzichtet werden: Der Sonntag wurde des Föhns wegen für eine Wanderung vom Melchboden zur Rastkogelhütte genutzt. Sonst war an den anderen Tagen alles drin: vom einfachen Abgleiter vor und im Regen, über kilometerweite Streckenflüge bis hin zu stundenlangem Abendsoaring. Auch ein scheinbar schlechter Tag, an dem es nicht nach Fliegen aussah und der deswegen für eine (gerüchteweise) schöne Klammwanderung genutzt wurde, konnte Abends von ein paar Harten noch zum "Walk & Fly" genutzt werden. Andere Schlechtwetterprogramme waren u.a. ein Besuch bei NOVA in Innsbruck (dort wurde uns ein Gleitschirmcheck demonstriert) und ein Test der Wasserqualität der Therme in Fügen (mit einem zufriedenstellenden Ergebnis).
An zwei Tagen hatten wir Besuch von Toni Bender. Dies war vor allem für die Gleitschirmpiloten eine gute Möglichkeit "Tips vom Profi" zu ergattern. Doch leider scheiterten die Versuche gemeinsam mit Toni aus dem Zillertal hinaus und evtl. bis zum Achensee zu fliegen am Wetter, das sich irgendwie die ganze Woche nicht wirklich an die Vorhersage hielt. Doch das abendliche Fliegen vom Ahorn mit stundenlangem Soaren und fliegen in der Umkehrthermik entschädigte dafür. Auch wenn der eine oder andere beim Landen vom starken Talwind überrascht wurde und am Boden noch eine ordentliche Strecke zurücklegen musste, bevor das Basiscamp direkt neben dem Landeplatz erreicht wurde und das Steak auf den bereits heißen Grill gelegt werden konnte.
Überhaupt wurden die Abende am DHV-Jugend-Grill oder -Zelt meist feucht fröhlich und wir hatten das eine oder andere Mal Besuch von verschiedenen Piloten (-gestalten), die neben uns campten und daraus resultierend sehr interessante Gespräche. So wurde z.B. kurzerhand der "Russische Hängegleiter Verband (RHV)" gegründet. Im Laufe der Abende wurde das Niveau manchmal jedoch zu einer Creme degradiert die dann auch noch im Zelt vergessen wurde. Nichtsdestotrotz waren an den darauf folgenden Morgenden (fast) immer aller fit. Und es konnte beim Fliegen eine Menge ausprobiert werden: z.B. SATs, die dann doch keiner gesehen hat, Wingover mit einem Schirm der sich dagegen wehrte oder "einfach nur" erste Streckenflugversuche.
Die Landungen rückten im Laufe der Woche immer näher an den Landepunkt heran und auch die Drachenlandungen der Teilnehmer konnten sich durchaus sehen lassen und hätten manchem "Local" durchaus als Vorbild dienen können. Das Landefeld wurde aber auch dazu benutzt sich bei stärkerem Wind mehr oder weniger kontrolliert vom Gleitschirm (oder Lenkdrachen) durch die Gegend ziehen zu lassen oder als Spielfeld für intensives Volleyballtraining.
Im Laufe der Woche kristallisierte sich des weiteren hinaus, dass sich die Zeltgröße scheinbar umgekehrt proportional zur Körpergröße des darin Schafenden verhält: Von der Hundehütte bis zum Palast war alles dabei. Wobei es auch Teilnehmer gab, die ganz ohne Zelt anreisten, um sich dann einen Platz in einem Zelt zu erschnorren oder ganz puristisch unterm freien Sternenhimmel zu biwakieren.
Leider ging auch diese Woche viel zu schnell zuende und so wurde der letzte Tag von manchen noch für einen kurzen Flug genutzt. Ansonsten wurde die Zelte abgebrochen, der Platz aufgeräumt, das ganze "Gerümpel" in den Autos verstaut und schon löste sich das Ganze auf. Erfreulich war dabei, dass die Zelte nicht nur im Trockenen aufgebaut (was teilweise zur Unterhaltung der schon länger Anwesenden beitrug) sondern ebenfalls im Trockenen abgebaut werden konnten. So fand eine tolle Flugwoche auch ein gutes Ende.
Was bleibt, ist Dank zu sagen:
- an die Zillertaler Flugschule, für die Möglichkeit kostenlos zu campen;
- an die Bruggerstube, für die günstigen sanitären Anlagen;
- an Swing, für das Spendieren von Cappys;
- an NOVA, für das Zeigen des Gleitschirmchecks und das Freistellen von Toni;
- an Toni, dafür dass er sich zwei Tage Zeit für uns genommen hat;
- an Philipp, durch dessen Tandemflüge auch die (noch) nicht fliegende Begleitung etwas Flugluft schnuppern konnte;

und last but not least:
Vielen Dank Steffen & Niki für die gute Organisation und die Betreuung durch euch!

Wir sehen uns - in der Luft!


 


Bericht: Thomas Seren