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Passwort vergessen?

Fly and Schrei

DHV-Jugend rockin? the kössen air oder

McHimberger FlyIn oder

2. DHV-Jugend Frühlingserwachen oder doch

fly & schrei Kössen 2004 ?!

 

?RUM BAP SAU DIWAN! Haben es sich schon alle gemerkt? Nicht? Dann gleich nochmal, aber jetzt bitte alle: RUM BAP SAU DIWAN!? Was auf den ersten Blick anmutet wie ein Energie-Meridian-Lockerungs Selbsthilfeseminar für labile Manager ist in Wirklichkeit zentraler Bestandteil des Erste-Hilfe-Vortrags von DHV-Verbandsarzt Ecki Schröter. Die Stichpunkte sollen helfen, im Falle des Falles klaren Kopf zu bewahren und organisiert handlungsfähig zu bleiben. So steht beispielsweise BAP nicht für die fünf Mundart-Rocker aus Köln, sondern für den Check von Bewusstsein, Atmung und Puls.

Die 38 jungen PilotInnen, die sich aufgemacht haben, vier Tage lang den Kaiserwinkel unsicher zu machen, werden sich das jedenfalls merken: ?Meine Vorurteile von einer langweiligen Erste Hilfe Schulung waren schnell vergessen. Eine spannendere Erste Hilfe gab es nie!?, meint Flo aus München dazu. Aber der Reihe nach:

?fly&schrei Kössen ? wem fällt denn sowas ein?? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir ein klein wenig zurückblicken. Wir schreiben das Jahr 2001, als Andy, Tobi und Dorly feststellen, dass im DHV außer der Junior Challenge in Sachen Nachwuchs nicht so sehr viel passiert. Das wollen sie ändern und sie haben Erfolg mit ihrer Idee. Die DHV-Jugend ist geboren und mit ihr die Idee, doch Events zu veranstalten, wo junge Leute zusammenkommen sollen zum gemeinsamen Fliegen, zum Spaß haben und um sich in Theorie und Praxis weiter zu bilden. Kein Wettbewerb soll es sein, der Spaß steht im Vordergrund und begonnen hat alles im letzten Jahr in Bezau. Da hat´s viel geregnet und so sind sie heuer nach Kössen gezogen. Da hat´s zwar auch viel geregnet, aber immerhin hat der Campingplatz dort einen trockenen Aufenthaltsraum, eine Sauna und WLAN.

Ausgeschrieben war der Event von Donnerstag bis Sonntag. Im Vorfeld schon hatte DHV-Jugend-Wetterforsch Stefan Hörmann für den Donnerstag Top-Flugwetter prophezeit und so kommen denn auch fast alle schon Mittwoch Abend an. Zeit genug, sich zu beschnuppern, Zelte aufzustellen und das erste Mal den Grill anzuschmeißen. Nach einer teilweise doch recht kurzen Nacht geht´s am nächsten Tag erstmal zum Landeplatz, wo Rolf allen die Besonderheiten des Gebietes näher bringt. Danach rauf auf den Berg und direkt rein ins Wetterbriefing mit Stefan Hörmann mit der Kernaussage:

?Hammertag, geile Thermik, hohe Basis. Gefahren: keine.?

Also ab in die Luft zum Kössener Textilflieger-Slalom, den alle Piloten und natürlich auch Pilotinnen (immerhin sieben an der Zahl) mit Bravour meisterten. Thermik-Dummy Daniel kurbelt ungefähr 30 Mal den Startbart rauf und runter , bis wirklich fast jeder mal den Start von oben gesehen hat. Persönliche Rekorde wurden da gebrochen und unser ?Nesthäkchen? Eric, mit 16 Jahren der jüngste im Feld, ist gleich viereinhalb Stunden an der Basis unterwegs. Grinsegesichter en masse am Abend und auch die teilweise eigenartige Musikauswahl der 3-Mann-Combo, welche zum Grillfest unterm Schirm aufspielte, kann dagegen nichts ausrichten.

Am nächsten Morgen mahnt Stefan zur Eile, Überentwicklungen drohen, vorher soll aber noch ein zweistündiges Fenster schöne Flüge ermöglichen. Der Westwind steht brav an und einigen gelingt es, bis an den Gipfel des Unternberghornes aufzusoaren und nochmal eine gute Stunde in der Luft zu verbringen, bevor das Betreuerteam aus Sicherheitsgründen allen Piloten zur Landung rät. Zwei Stunden später beginnt dann auch die Sintflut, die uns auch den ganzen Samstag über nicht wirklich verlassen sollte, also war Alternativprogramm gefragt und davon auch jede Menge geboten:

Die einen ließen sich von Rolf ihr Gurtzeug perfekt einstellen und begleiteten ihn anschließend zur Flugschule Chiemsee zum ?Live-Gleitschirm-Check? mit Beinahe-Durchfall, während die anderen sich zunächst in der Sauna aufwärmten, um anschließend Stefans Vortrag ?Wie mache ich mir mein Wetter selbst?? zu lauschen. Direkt im Anschluss war dann noch ?OLC leichtgemacht? mit Tobi im Programm und anschließend die obligatorische Videonacht im Zeltkino mit improvisiertem Grill-Ghetto-Händewärmer.

Nach kurzer Nacht war am nächsten Morgen bald klar, dass es keinen weiteren Flugtag geben sollte, also Drachen aufs Dach, Schirme ins Auto und ab in den Stau. Den nimmt man aber gern in Kauf, weil man sich dabei nochmal richtig über neue Freundschaften, kurze Nächte, die 3000m am Donnerstag und den Junior Fun Cup im August in Greifenburg freuen kann, denn da geht´s dann schon weiter mit den Events der DHV-Jugend.

 

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