Flyzeit "Luftgekühlt"05. - 13. August 2011 Der besondere Schwerpunkt im Jahr 2011 stand unter dem Motto „Luftgekühlt“. Dabei entstanden immer wieder Reibungsflächen oder Konflikte, die sich im Bereich von Einander-Vertrauen (gefährlicher Flugsport), Verlässlichkeit (teures Material), Angewiesen-sein (gemeinsame Verpflegung der Gruppe) und Zugewandtheit (sensible Themen der persönlichen Entwicklung) ergaben. Diese Konflikte wurden auf der Flyzeit durch eine offene Haltung und moderierendes Handeln des Leitungsteams ausgehalten und bewältigt. Die Programmpunkte waren besonders gut dazu geeignet, immer wieder zu reflektieren in Bezug auf die Gruppenentwicklung, aber auch auf die Entwicklung der Biografien der TeilnehmerInnen. Besonders diese Konfliktbereitschaft verlieh den Themenabenden, den Festabenden (Bergfest, Start- und Schlussfest), die sich in ihrer Gestaltung an demokratischen und kirchlichen Werten und jugendpädagogischen Ideen orientierten und den vielen biografiebezogenen Gesprächen am Start- oder Landeplatz, ihre Wirkung.
Pädagogische Anschlüsse Bei der thematischen Ausgestaltung der Abende, der Meditationen, der Feste und Tagesschlüsse wurden Begriffe und Ideen aus der Themenbereich „Luft“ verwendet. Beispiele: „Hummeln“, „Abkühlung“, „neue Dimension“, „Geschwindigkeit“, ... Diese Bewegungen und Möglichkeiten werden als Bilder, Symbole oder Analogien auf das Alltagsleben der Schülerinnen und Schüler, der Jungen Erwachsenen angewendet und dienen dazu, die eigene Biografie als Reise wahrzunehmen, deren Stationen gefüllt ist mit Chancen auf Gestaltung und Veränderung des Lebens. Partizipation am gesamten Verlauf der Flyzeit, Gruppenpädagogik und moderne Trainingsmethoden des „Globalen Lernens“ verhalfen der Gruppe zur Bildung einer intensiven und vertrauensvollen Gemeinschaft, die sich auch für das kritische Gespräch mit TeilnehmerInnen und Leitung, aber auch die Reflexion über die Struktur der Flyzeit zulassen. Darüber hinaus war es so auch besonders gut möglich, das schlechte Wetter der ersten drei Tage mit einer besonders guter Stimmung der Gruppe zu überdauern. (Das ist auf Fliegerfreizeiten oder -camps ganz besonders selten, die Sehnsucht „abzuheben und in die Luft zu kommen“ sorgt bei schlechtem Wetter oft für ausgesprochen schlechte Laune!
|