DHV Jugend Home
DHV Home

Passwort vergessen?

Jugend trainiert Jugend

Das diesjährige DHV-Jugend Sicherheitstraining in Kooperation mit der Flugschule Achensee hat Simon Winkler geleitet. Simon, mit seinen 20 Jahren jüngster DHV-Sicherheitstrainer, kann auf eine steile Karriere zurückblicken:

 

Angefangen hat alles mit ersten Groundhandling- Sessions vor 8 Jahren bei seinem Heimatverein Flysports Weiden. Um „den Fullstall zu erlernen“ besuchte er 2008 ein Sicherheitstraining bei der Flugschule Achensee. Begeistert von Simons schon damals ausgeprägtem Verständnis für die Trainingsmanöver, stellte ihn das Team der Flugschule daraufhin als Kameramann ein. Das von dem „Streben nach der vollkommenen Kontrolle des Fluggeräts“ herrührende Interesse am technischen Fliegen führte dazu, dass er nicht nur filmte, sondern auch aufmerksam beobachtete. Parallel dazu trainierte er viel selbst, machte die Tandemberechtigung und flog 2010 den Acro-Weltcup mit. Als Fluglehrerassistent stellte er fest, dass ihm das Lehren große Freude bereitet. So ging es im Eiltempo zum Fluglehrerlehrgang und direkt im Anschluss machte er die Ausbildung zum DHV-Performance Trainer. Wie sich herausstellte, eine erstklassige Entscheidung für unsere 15-köpfige Jugendtruppe.

Dass Simon nicht nur gut fliegt, sondern auch super erklären kann, stellte er am ersten Trainingstag unter Beweis. Eine fluggeile Jugendgruppe bei Dauerregen bei Laune zu halten will gekonnt sein. Unbeirrt gingen wir alle Trainingsmanöver durch und testeten die Auslösbarkeit unserer Rettungen mit „worst case Simulator Eki“. Gelockt vom „Jugend Spezial“ Schnitzel mit Pommes und dem Freigetränk der Flugschule, landeten wir geschlossen im Hubertushof, um den verregneten Tag mit dem Team ausklingen zu lassen. Bei abklingendem Regen ging es am nächsten Morgen mit der Bahn, vor offizieller Öffnung und noch dazu kostenlos, direkt auf den Zwölferkopf. Bis zum Durchbruch des starken Bayrischen Windes sollte uns dieser Tag zwar keine Sonne, dafür aber viele Trainingsflüge bescheren. So erflogen viele Teilnehmer die vorher in der Theorie ausführlich diskutierte SAT-Drehung. Wie uns Simon erklärte, alles andere als ein reines Spaß-Manöver: Verhängt der Schirm nach einem Klapper, endet man häufig in einer SAT-Rotation. Damit sich der Rettungsschirm einwandfrei öffnet, ist es essenziell den sogenannten „Beinwurf“ zu praktizieren. Um diese Situation sicher zu erkennen, SATeten wir, was die Schirme her gaben. Selbstverständlich kamen auch die klassischen Manöver wie Klapper in allen Varianten, diverse Stall-Ausführungen und Spiraltraining, je nach Könnensstand der Teilnehmer, nicht zu kurz. Abgeschlossen wurde unser 2. Trainingstag durch den Besuch des Konstrukteurs von Profly, Michael Nesler.

Er erklärte uns in einer spontanen Frage/Antwort-Stunde unter anderem die stabile Spirale und das Verhalten von modernen Stäbchenschirmen“ vor und während Deformationen.

Unser letzter Tag wurde nach weiteren Trainingsflügen und der standardmäßigen Video-Auswertung noch für einen wunderbaren, sonnigen Abend-Soaringflug genutzt. Und so endete ein Training, bei dem trotz katastrophaler Wettervorhersage keine Zeit für Langweile war, mit unerwartet vielen Flügen. Vielen Dank an unseren Trainingsleiter und das Team der Flugschule Achensee!

 

Text und Fotos: Niki | Erschienen im DHV Info 172, S. 73