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Ski and Fly 05

Ski & Fly - eine gelungene Mischung!

 

Auf einem Parkplatz nahe der Autobahn A8 beginnt unser erster Winter-Event. Manuel holt mich ab und schon beim Einladen in den großen Kombi wird klar, dass diesmal alles etwas anders ist als sonst. Kein Zelt, dafür Ski, Snowboard und natürlich Schirme liegen schon bereit ? vor allem aber drei große Reisetaschen mit Lebensmitteln lassen den Platz doch recht eng werden.

In Werfenweng angekommen müssen zunächst die Vorräte für alle 16 TeilnehmerInnen auf die Selbstversorgerhütte gebracht werden ? kein leichtes Unterfangen, liegen doch zwischen Liftausstieg und Hütte knapp 400 Höhenmeter Abfahrt, die mit schweren Rucksäcken, Taschen und Getränkekisten erst einmal bewältigt werden wollen! So manch eine(r) lernte bei der ungewohnten Belastung seine skitechnischen Grenzen kennen. Mit vereinten Kräften war nach zwei Runden aber alles Ess- und Trinkbare auf der urigen Freilassinger Hüttn verstaut, die Schlafplätze im Matratzenlager ausgefochten und wir konnten in einen ruhigen Skitag starten.

Das Schöne an der Kombination aus Skifahren/Boarden und Fliegen ist ja, dass es kein schlechtes Wetter gibt und so macht es uns gar nichts aus, dass der Wind erst am ? späten ? Nachmittag einen ersten Start zulässt:

Zehn Minuten vor Vier. Um Vier fährt die Bahn ein letztes Mal hoch und ich frage mich, wie lange die beiden, die eben noch gestartet sind, wohl zu Fuß brauchen werden, um die 500 Höhenmeter Aufstieg zu unserer Hütte bei anbrechender Dunkelheit zu bewältigen? Nach einer halben Stunde dann Entwarnung. Der Mitarbeiter an der Bahn ließ sich breitschlagen und den beiden blieb der Fußmarsch erspart. Erleichterung auch bei mir, ich kann das ?Bergtaxi? wieder abbestellen.

Abends besinnt sich Jean-Pierre seiner französischen Wurzeln und zaubert leckere Nudelvariationen auf den Tisch. Dass ihm hingegen nach der Völlerei beim Mäxchen-Spielen kein so glückliches Händchen vergönnt war, wird er wohl nicht so schnell vergessen...

Der Samstag und Sonntag bieten dann schließlich Winterflugwetter vom Feinsten. Die flotte Bahn tut ihr übriges dazu, dass jeder auf seine Kosten kommt, Wartezeiten gibt es nur am Start: Flugwetter am Wochenende bedeutet nämlich am Bischling auch immer etwas Trubel und so ziehen wir es vor allem nachmittags vor, das Gedränge in Ruhe von der Seite zu beobachten. Auch die Renegades trainieren hier, Langeweile kommt also auch beim Zusehen nicht auf.

Starts bei absoluter Windstille im flachen Gelände scheinen nicht jedermanns Sache. Umso bewundernswerter, dass unser einziger Drachenflieger Kersten bei all seinen Starts keinerlei Probleme hat!

?Fliegerkameradschaft? gibt es unter der Masse der Piloten dann leider nicht mehr häufig zu beobachten. Wie wäre es sonst zu erklären, dass zwar niemand der Pilotin zu Hilfe kommt, deren Schirm nach dem Startabbruch in den Latschen hängt, aber sich sofort zwei finden, die auf dem freigewordenen Startplatz auslegen wollen?

Umso mehr freut es mich, dass unsere Teilnehmer sich tatsächlich als Gruppe präsentieren: Jeder hilft jedem, zumindest am Startplatz. Beim Abwasch muss Verena erst ein Machtwort sprechen, bevor die Herren der Schöpfung zum Spüllumpen greifen. Doch auch dieses Erlebnis schweißt zusammen...

Viel zu schnell vergehen drei schöne Tage mit Fliegen, Skifahren, Boarden und jeder Menge Hüttengaudi. Alle sind sich aber einig, dass Ski&Fly zu einer festen Einrichtung werden sollte und drum bleibt mir nur zu sagen:

See ya next year!                               link zur Bildergalerie

Tobias Schreiner                                > zurück