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Walk and Paddel 06

Walk, Fly, Paddel and Platsch

 

Es ist Samstag Morgen. 09:00 Uhr. Ein Auto rollt langsam auf den Campingplatz in Kochel am See in der Erwartung auf 15 Teilnehmer für das Walk and Fly Wochenende.

Der Himmel ist noch bedeckt und man hofft, dass auch alle Teilnehmer den Weg nach Kochel gefunden haben.

Und sollte man auch nur einen Moment geglaubt haben, einige Teilnehmer würden aufgrund des nicht so guten Wetters doch einen Rückzug machen, dann hat er der, sie die Rechnung ohne die Jungen Flieger gemacht.

Die ersten krabbelten um 09:00 aus ihren Zelten, denn sie waren bereits einen Tag früher gekommen, Pavillions wurden aufgestellt und ein großer Anhänger vollgepackt mit Bergsteigergleitschirmen und Faltbooten stand schon parat. Das Walk and Fly Wochenende konnte beginnen!

Nach einer kurzen Einweisung in das Fluggebiet wurden die Rucksäcke geschultert und im Auto vom Matze gestapelt. Die ersten 300 Höhenmeter unserer Bergtour sollte uns das Auto tragen. Am Kesselberg angekommen schulterten wir abermals die Rucksäcke und machten uns an den Aufstieg auf den Jochberg. Dank der Bergsteigerschirme, die uns FLIEGFIX zur Verfügung gestellt hatte, ging es in 1 ½ Stunden den Jochberg hinauf . Wohlgemerkt eine passable Zeit liegt der Durchschnitt zwischen 45 Min und 3 Stunden. Nach einer kurzen Rast erreichten wir also 1 ½ Stunden später den Gipfel und freuten uns über die schönen Windverhältnisse. Nachdem wir den ungläubig guckenden Leuten erklärt hatten, dass wir nicht nur eine Riesenbrotzeit den Berg hinauftragen, sondern wir von dem Berg fliegen wollen (Nein, wir springen nicht da runter, wir starten von der Wiese!) ließen sich die neugierigen Ausflügler das bunte Treiben nicht entgehen und beäugten neugierig unsere Startvorbereitungen und den anschließenden Start.

Nach einem wunderschönen Flug am Jochberg und über den Kochelsee landeten wir direkt am Ufer neben unsern Zelten. Einfach perfekt!

Kurz zusammengepackt, etwas ausgeruht, begannen auch schon die Vorbereitungen für den Abend. Von einem benachbarten Bauer bekamen wir Holz zum grillen und so endete der erste Abend am geselligen Lagerfeuer, nach leckerem Essen und Trinken und mit musikalischer Unterstützung von Tobis Gitarre.

Die Nacht und den nächsten Vormittag mussten unsere Zelte dem starken Wind trotzen der uns den Tag vom Fliegen abhalten sollte.

Zeit für Plan B:

Da Bodo Genz nicht nur Gleitschirmausrüstungen verleiht, hatte er auch noch ein paar Faltboote in seinen Anhänger für ein Alternativprogramm mitgebracht. Nun standen alle Flieger und „Nichtflieger“ vor einem anderen Packsack. In kürzester Zeit formten sich aus nummerierten Holzteilen Holgerippe, die einem Boot doch schon sehr ähnlich sahen. Nun wurde noch die Bootshaut aufgezogen und fertig waren unsere neuen Gefährte.

Schnell wurden alle Boote zu Wasser gelassen und alle machten sich mit dem neuen Sportgeräten vertraut. Nach anfänglichen Schwierigkeiten manchen „Noch-nie-Paddeler“ klappte nach wenigen hundert Metern aber auch bei ihnen das Synchronpaddeln in den Doppelkajaks. Und trotz Fliegerherzen und nieselregen ließen sich die neuen Kapitäne in ihren Booten den Spaß am Paddeln nicht verderben.

Da am dritten Tag unseres Events der Wind leider wiederum keinen sicheren Flug zuließ, machten wir uns noch einmal zu einer Bootstour auf. Diesmal mit der Showeinlage von Jürgen´s ungewollt gewollter Kajakrolle, die uns alle vor Lachen bald ebenfalls kentern ließ. Anschließend ging es in den Biergarten und nach einer deftigen Brotzeit und einer Erholungspause paddelten wir dann wieder zum Campingplatz zurück.

So schnell wie die Boote aus den Packsäcken gekommen waren, packten wir sie auch wieder dorthin wieder zurück und ließen so das letzte Event der DHV-Jugend 2006 ausklingen.

Unsere besonderer Dank gilt an Bodo Genz, der mit seiner Firma Fliegfix nicht nur Bergsteigerausrüstungen und die Boote zur Verfügung gestellt hat sondern mit seinem können als erfahrenen Pilot unterstützt hat.