Die Passanten im Flughafen Madrid laufen geschäftig herum, und so langsam bildet sich neben einer Säule in Terminal 1 ein Ansammlung von jungen Gleitschirmfliegern, die nach und nach aus ganz Deutschland ankommen. Das Ziel ist klar so schnell wie möglich nach Piedrahita zum Austragungsort der XC-Open Worldseries.
Nachdem die Leihwagen in Beschlag genommen sind, rauschen wir über die Autobahn in Richtung Avilla der nächst größeren Stadt vor Piedrahita. Nach einem Check-in in den Supermarkt und einer Viertelstunde im MC Drive von Spaniens langsamsten Mc Donalds, erreichen wir endlich Piedrahita. Schnell noch das Gepäck in die Jugendherberge bringen und schon sitzen alle mit ihrem ersten Cerveza in der Panera-Bar dem Headquater der XC-Open. Die Wettbewerbsleitung lädt uns noch die Daten auf unsere GPS und gibt uns Informationen über den Ablauf des Events. Gespannt auf den nächsten Tag kurbeln wir den Bierkonsum nicht allzu stark an.
Der erste Gang am Sonntag führt uns in das Rathaus, wo wir bei einem einleitenden Briefing alles über den Ablauf des Wettbewerbes erfahren. Das Besondere an diesem Wettberwerb ist die Aufgabenstellung: Freie Strecke mit drei frei gewählten Wendepunkten.
Am Startplatz angekommen bereitet jeder sofort seine Flugausrüstung her, um rechtzeitig nach dem Startplatzbriefing in die Luft zu kommen. Nachdem das Startfenster offen ist geht es dann ab in die Luft.
In der Luft heißt es erst einmal Höhe machen und dann ab zur ersten Schlüsselstelle: Dem Pass. Durch die vielen Piloten stellt sich die Suche nach der nächsten Thermik nicht allzu schwer dar. Nach Flugstrecken von bis zu neunzig Kilometern werden wir dann zügig von unserem Fahrer aufgelesen damit wir unsere GPS noch rechtzeitig zum Auslesen ins Headquater bringen können. Da die Wetteraussichten für den kommenden Tag nicht sehr gut sind haben alle noch genügend Zeit um bei Bier und spanischen Spezialitäten ausgiebig von Ihren Flügen zu berichten.
Der nächste Tag beginnt zwar wie jeder Tag der Woche mit Sonnenschein, der Wind weht am Startplatz jedoch aus Süd, was Rückenwind bedeutet. Nach mehrfacher Verschiebung des Tasks entscheiden wir uns den Tag als Badetag zu nutzen. Am Startplatz vorbei geht es zu einer kleinen Schlucht in der wir den restlichen Tag beim Baden und Sonnen verbringen, sowie mit der Optimierung unserer Abflugeigenschaften ins kalte Wasser.
Tag 3: Sonnenschein -was auch sonst- nach dem Briefing fahren wir wieder auf den Startplatz. Vor Ort das übliche Startbriefing und ab in die Luft.
Am Boden macht sich unser Fahrer schon auf den Weg um uns zum Restarten nochmal pünktlich innerhalb der Startfensters zum Startplatz zu bringen. Da einige den Anschluss in die erste Thermik verpasst haben. Die schwachen Bedingungen der nächsten Tage lassen den ein oder anderen unerwartet früh am Boden stehen, aber es gibt auch immer wieder welche unter uns die sich Stück für Stück durchbeißen. So dass unserer Fahrer die entlegensten Orte kennen lernt aber auch gewisse „Absaufstationen" blind anfahren kann.
Nach der dem Auslesen des GPS geht es dann wieder an den Startplatz um noch einen schönen Abendflug zu machen und dann Pünklich eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang zu landen;) .
Nach dem Abendflug gibt es wie immer das ein oder andere gemütliche Landebier sowie die Herausforderung alle Sorten von Tapas durchprobiert zu haben.Gegen Ende der Woche zeigt sich Piedrahita dann wieder von seiner besten Seite, traumhaft weite Flüge, für unseren Rückholer, manchmal sehr weite Strecken an entlegene Orte.
So gilt es nach einer Woche fliegen, feiern und entspannen folgende Bilanz zu ziehen:
Einen herzlichen Glückwunsch an die Gewinner aus der Jugend
Gewinner Fun-Klasse:
1. Dominik Schärtl
2. Christoph Bessei
Gewinner Sportklasse:
1. Dominik Schärtl
Herzlichen Glüchwunsch!
Ein großes Dankeschön an Christian für die komplette Organisation und Leitung sowie an die Organisatoren der XC-Open World-Series für die kostenlose Jugendherberge.
Bilder Stephan Rothe!