Kursfahrt FMSG Speyer

 

Tip Top“

Kursfahrt 12.Klasse: Warum sollte man Städte besuchen, die es nach dem Abitur auch noch gibt?10 Schwerd-Schüler hatten sich entschlossen, eine Woche lang zum Gleitschirmfliegen nach Kirchzarten bei Freiburg zu fahren.

Nach der Anfahrt mit Bahn und Flugschulbus zum Zeltplatz, den wir ganz für uns alleine hatten, hieß es erst mal Zelte aufbauen und Fußballspielen. Kochen „konnten“ wir theoretisch auch in der vorhandenen Küche, das scheiterte jedoch am mangelndem Können. So gab es jedes mal etwas „tolles“ Selbstgemachtes zum Essen. Auch das Wetter hat nicht wirklich mitgespielt. Jeden Tag Regen und stark bewölktes, kaltes Wetter. Aber wir waren einschließlich begleitende Lehrer 12 toughe Leute die damit natürlich keine Probleme hatten. Oder zumindest fast keiner. Unserem „Prinzesschen“ Flo war gar nichts gut genug…

Am ersten Tag begann alles mit Theorie. In der schönen Flugschule Dreieckland hatten wir einen tollen und lustigen Fluglehrer, Dani, alles „Tip Top“, der seine Begeisterung für fast alle Themen sehr schnell auf uns überspringen ließ. Am nächsten Tag ging es bei besserem Wetter endlich an den Hang, wo wir erst mal den Schirm hochziehen sollten. Unerwartet traf einen schon mal eine Böe und man hing drei Meter über dem Boden am Schirm. Mancher lief in den Kuhzaun der Weide nebenan, weil man das laufend wiederholte Kommando „links“ unseres Lehrers nicht von „rechts“ unterscheiden konnte. Egal, trotzdem „Tip Top“.

Bald durften wir jedoch kontrolliert starten, und jetzt hieß es wirklich fliegen.

5-Puntkte Plan: Sitzt mein Gurt oder ist da noch irgendeine Schnalle offen? Ist mein Helm zu? Stehe ich in den Leinen (nicht Schnüre oder Seile!!!)? Ist die Schirmkappe offen? Steht der Wind gut? Ist der Luftraum frei?

Wenn alles stimmte, galt es sich mit aller Kraft in den Gurt zu werfen, und schnellstmöglich den Hang runter zu rennen. Anbremsen, Schirmkontrolle, dann Bremse langsam lösen (Hände nach oben nehmen). Und schon verlor man den Boden unter den Füßen und war tatsächlich in der Luft. So ein 10 Sekunden Flug fühlt sich dann schon mal ganz schön lange an…

Bei der Landung, 1-2m über dem Boden, hört man über Funk „Anbremsen“ (beide Hände schnell nach unten ziehen). Wenn man das nicht tut, landet man schnell auf dem Gesicht. Immerhin, nach 2 Bruchlandungen habe sogar ich gelernt, vor der Landung anzubremsen.

Im Laufe der Woche durften wir dann ganz hoch auf den Berg, von wo man 1-1,5 Minuten Flugzeit hat. Wir konnten uns ins Gurtzeug setzen, und einfach das unglaubliche Fluggefühl und die tolle Aussicht genießen. Zwischendurch habe ist mein Schirm dann noch in den Baum gesetzt. So ein Schirm hat echt viele Leinen..

Trotz des schlechten Wetters und des gewöhnungsbedürftigem Essens vom holzbefeuerten Herd war es eine echt super Kursfahrt. Sowohl das Gleitschirmfliegen, eine spitzen Erfahrung die ich froh bin, gemacht zu haben, als auch der Campingplatz mit Volleyball, Fußball und Kochen, machten diese Kursfahr für mich, und ich glaube auch für alle anderen Schüler und auch für beide Lehrer zu einem unvergesslichem Erlebnis. Herzlichen Dank an die beiden betreuenden Lehrer, Dani und allen anderen Beteiligten der „Flugschule Dreieckland“.

Barbara Urbano

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