Hariolf-Gymnasium Ellwangen 2016

Studienfahrt Österreich, Juli 2016

Am Hariolf-Gymnasium Ellwangen können die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Studienfahrten auswählen. Eine Schülerin und zehn Schüler machten sich trotz der starken Konkurrenz durch Ziele wie Rom oder Istrien am 10.07. auf den Weg in die Ramsau, um am Fuß des Dachsteins einen Grundkurs zu absolvieren. Motivation war, sich den Traum vom Fliegen zu erfüllen. Es ging aber besonders auch den Begleitlehrern darum, während einer Studienfahrt Wissen zu vermitteln und die Persönlichkeit zu fördern. Dies sollte durch die theoretischen Inhalte und Vermittlung von Kenntnissen zur Geografie erreicht werden. Besonders wichtig war aber auch, dass junge Menschen eine Fertigkeit erlernen, bei der sie Verantwortung für das eigene Handeln und das eigene Leben übernehmen müssen, und dies vorausschauend, denn bekanntlich kann man mit einem Gleitschirm in der Luft nicht anhalten.

So stand die ganze Woche unter Erlernen des Fliegens in Theorie und Praxis in der Flugschule Aufwind, ergänzt durch andere Aktivitäten wie dem Besuch der geologisch hochinteressanten Liechtensteinklamm in St. Johann im Pongau oder einer Lodenwalkerei, die bereits 1434 bestand. Da die Wetteraussichten für Mitte der Woche nicht gut waren, wurde zunächst die Praxis in den Vordergrund gestellt. Nachdem alle mit Gurtzeug, Gleitschirm und Helm ausgestattet waren, ging es an den Übungshang. Dort musste zunächst das Aufziehen des Schirms zusammen mit Vorbereitungstätigkeiten und der Art des richtigen Transports am Boden geübt werden. Bei schnellen Fortschritten zollte man nur der Hitze Tribut. Übermüde suchten alle nach dem sehr guten Abendessen im Hotel Stierer für eine Studienfahrt unerlaubt früh die Betten auf.

Am nächsten Tag führten die Fluglehrer die Schüler bereits auf die Südseite der Alpen, um dem beginnenden Nordstau zu entrinnen. Dort kamen dann alle nach erfolgreichen Starts zum ersten Mal und auch mehrfach in die Luft. Die Euphorie war riesengroß, bevor sich dann am späten Nachmittag durch ein aufziehendes Gewitter eine Fortsetzung der Flüge verbot.

An den nächsten beiden Tagen fanden dann theoretische Einheiten zu den Themen Gerätekunde, Flugtechnik, Aerodynamik, Luftrecht und Wetterkunde statt. Leider bekamen die Schüler hier die theoretisch vermittelten Kenntnisse zum Durchgang von Warm- und Kaltfront durch das Wetter gleich authentisch veranschaulicht. Am Freitag richtete man sich dann für den 600m-Höhenflug, der als krönender Abschluss gedacht war. Leider spielte auch hier das Wetter nicht mit, denn es stellte sich eine Föhnwetterlage ein. So wurde dann die weltgrößte Klosterbibliothek im Benediktinerkloster Stift Admont besucht.

Insgesamt haben alle viel gemacht, viel gesehen und noch viel mehr gelernt, wie es sich für eine Studienfahrt gehört. Besonderer Dank geht an Istvan, der uns mit seinem Team im Hotel Stierer gleich neben der Flugschule einen herzlichen, familiären Aufenthalt bot und an Roman, Armin und Anna von der Flugschule Aufwind. Sie haben die Schüler so begeistert, dass ein Großteil gleich in der ersten Ferienwoche den Höhenflug nachholte und weitermachte. Für alle war es ein tolles Erlebnis!